Wollschwein

Wollschwein

 Das Rasseportrait

Mangalitza (Wollschwein)

 

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Das Mangalitza-Schwein, das in Deutschland im allgemeinen als "Wollschwein" bekannt ist, hat seinen Ursprung im serbischen Sumadija-Schwein. In Ungarn wurde es dann durch Kreuzung mit den einheimischen Rassen zum Mangalitza erzüchtet.

Kennzeichnend für diese Rasse ist die dichte Behaarung, die ihr auch den Namen "Wollschwein" eintrug. Durch diese ist die Rasse vor jeder Witterung gut geschützt und eignet sich auch aus diesem Grund hervorragend für die Freilandhaltung. Die Schweine sind mittelgross und kurz.

Das Mangalitza-Schwein wird in den Farbschlägen Blond, Rot und Schwalbenbäuchig gezüchtet. Es kommen aber heute viele Farbkreuzungstiere vor, was man den Tieren aber nicht immer sofort ansieht.

Die Würfe der Mangalitza sind recht klein und bestehen im allgemeinen aus 4-6 Ferkeln, die den Wildschwein-Frischlingen wegen ihrer Streifung sehr ähnlich sind.

Ungarische Wollschweine sind robuste Tiere, die aufgrund der modernen Züchtungen und des langsamen Wachstums nicht mehr den Anforderungen an Rentabilität der Massenvermarktung standhalten und deshalb zu den bedrohten Haustierrassen gehören.

Der Fettanteil der erwachsenen Tiere ist höher als der von modernen Mastschweinen. Das Fleisch der Ferkel jedoch – die wir in erster Linie als Frischfleisch vermarkten – ist wesentlich konsistenter und wohlschmeckender als das der gemästeten Ferkel.

Erwiesenermaßen ist das Fleisch von artgerecht gehaltenen Wollschweinen weniger Cholesterin-haltig und reichhaltiger an Omega-3-Fettsäuren.

Das Wollschweinferkel braucht ca. 6 Monate bis zu einem Schlachtgewicht von ca. 25 – 30 kg. Diese Zeit verbringt es lange säugend bei der Sau und danach im Kreise seiner Geschwister im Freiland. Die Mastzeit der Tiere ist somit um ein vielfaches länger als das der in normaler Masthaltung gehaltenen Tiere.

Das Wollschwein ist für all jene Züchter und Halter geeignet, die sich auf extensive Haltung spezialisiert haben und die Vielfalt der Gene alter Nutztierrassen erhalten wollen. Den "Schauwert" hat man mit diesen lebendigen menschenbezogenen Tieren auf jeden Fall!

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