Steppenrind

Steppenrind

Das Rasseportrait

Ungarisches Steppenrind

 

 

 

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Kennzeichen:

Schulterhöhe: Stier: 140 - 155 cm Kuh: 135 - 145 cm

Gewicht: Stier: 750 - 950 kg Kuh: 550 - 650 kg

Farbe: silberweiß bis aschgrau; die Stiere sind etwas dunkler und haben um die Augen dunkle Flecken

Gehörn: 2 weit ausladende Hörner bis 1 m Länge

 

Verbreitung:

Ungarn; in geringer Zahl auch in benachbarten osteuropäischen Ländern.

 

Eigenschaften:

Das Ungarische Steppenrind ist eine der ursprünglichsten Rinderrassen überhaupt. Es zeichnet sich durch seine Anspruchslosigkeit, Robustheit und Krankheitsresistenz aus, aber auch Schwer- und Fehlgeburten sind nahezu unbekannt.

Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert war dieses Rind bis weit über Ungarn hinaus eine sehr geschätzte Fleischrasse. Besonders begehrt war das wohlschmeckende Fleisch in Italien, Österreich und Deutschland. Als im 19. Jahrhundert die Landwirtschaft intensiviert wurde, entwickelte es sich zu einem hervorragenden Arbeitstier.

Zuchtgeschichte:

Man nimmt an, dass die Magyaren (ein asiatisches Reitervolk) diese außergewöhnlich ausdauernden und langlebigen Rinder im 9. Jahrhundert bei der Besiedlung der ungarischen Tiefebene aus dem Osten mit sich brachten. Über viele Jahrhunderte war dann das Ungarische Steppenrind sehr beliebt.

Mit Ende des 19. Jahrhunderts ging der Bestand immer weiter zurück, da die Steppenrinder die Anforderungen einer "modernen" Landwirtschaft nicht mehr erfüllten und ihre Arbeitskraft durch die Motorisierung überflüssig geworden war. Die Anzahl der Steppenrinder ging bis auf 6 Stiere und 187 Kühe zurück.

Heute spielen sie wieder eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der ungarischen Pussta. Dort hüten Hirten in traditioneller Tracht große Herden: eine Attraktion für Touristen.